Bläsergruppe Jägervereinigung Frankenberg Chronik 1997 - 2000

 

18. Mai - 28. September 1997
100 Jahre Forstamt in Haina
 
Hainaer Forstjubiläum
Hubertusmesse zum Abschluß
Mit einer feierlichen Hubertusmesse beginnt am kommenden Sonntag die Jubiläums-Abschlußveranstaltung des Hainaer Forstjubiläums.
 
Nach 128 Tagen neigt sich das Hainaer Jubiläum „Acht Jahrhunderte Forst – 100 Jahre Forstamt in Haina“ am Sontag, 28. September, dem Ende zu. Mit einer feierlichen Hubertusmesse unter der Leitung von Pfarrer Dr. Arnd Friedrich und der musikalischen Umrahmung durch die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg in der historischen Klosterkirche von Haina beginnt um 11 Uhr die Jubiläums - Abschlußveranstaltung. 20 Bläser der Frankenberger Bläsergruppe werden Stücke aus der klassischen Hubertusmesse und einige Kirchenlieder darbieten. Im Anschluss daran wird das Kommunalforstamt Haina im historischen Klostergarten zur Stärkung ein Wildgulasch anbieten, bevor gegen 13 Uhr auf dem Amtsplatz des Klosters das große Sternblasen beginnt. Nach einem Grußwort durch das Kommunalforstamt Haina werden sieben Jagdhorn- und Parforcehorn-Bläsergruppen mit über 100 Bläsern das Sternblasen gemeinsam eröffnen.
Daran schließen sich dann die Darbietungen der einzelnen Bläsergruppen mit je drei Vorträgen an. Dem Liebhaber jagdlicher Hörnermusik stellen sich folgende Gruppen vor: Die Jagdhornbläsergruppe Haina, die Jagdhornbläsergruppe Bad Wildungen, die Bläsergruppe des Vereins der Jäger des Dillkreises, die Jagdhornbläsergruppe der Jägervereinigung Hinterland, das Bläsercorps der Jägervereinigung Marburg, die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg und die Bläsergruppe der Jägerkameradschaft Fulda-Ederspitze. Nach einem Schlusswort zum Hainaer Forstjubiläum 1997 findet das große Finale aller sieben Bläsergruppen unter der Leitung von Dirigent Gerd Lohmann im Kreuzgarten des Klosters statt. Aus dem Ruhe und Stille verbreitenden Kreuzgang heraus haben die Besucher abschließend die Möglichkeit, mit Blick auf den mächtigen Turm der Klosterkirche, bekannten und unbekannten Klängen zu lauschen.

 

 

01. November 1997
30 Jahre Bläsergruppe Frankenberg
 
HNA vom 29. Oktober 1997
Samstag "Grüner Abend" in der Ederberglandhalle
Jagdhornbläser feiern 30jähriges
FRANKENBERG: Auf 30 Jahre aktive Zusammenarbeit und viele verbindende Erlebnisse blicken die Mitglieder der Bläsergruppe in der Frankenberger Jägervereinigung und deren Familienangehörigen zurück. Am Samstag, 1. November, laden die Musiker zu einem „Grünen Abend“ in die Ederberglandhalle ein.

Willkommen an dem Abend sind alle Jäger und Gäste, die Freude am Tanz und Jagdhornmusik haben. Beginn: 20 Uhr. Begonnen hat die Geschichte der Runde an einem sonnigen Septembernachmittag nach einem Übungsschießen am Wasserberg im Burgwald. In gemütlicher Runde entstand die Idee, eine Bläsergruppe zu bilden. Im Frankenberger Gasthaus Rohleder entlockten die Jäger unter Anleitung der Förster Fritz Mewes und Sigmar Salzmann ihren Jagdhörnern die ersten Töne. Wenn sie das „Tuten“ anfangs auch noch als störend empfanden und die Übungsstätten zunächst nach Rosenthal, dann ins Röddenauer Sägewerk Müller verlegten – inzwischen hat sich die Gruppe zu einem versierten Bläserchor gemausert, der bei angesehenen Wettbewerben bereits mehrere Preise gewonnen hat.

1991 ging aus der Gemeinschaft die Parforcehorngruppe hervor, die anspruchsvolle Jagdmusik darbietet und bisher viermal die Hubertusmesse zur Aufführung brachte. Die Bläsergruppe stieg von anfangs sechs auf heute 31 aktive und drei passive Mitglieder an. Insgesamt haben in den vergangenen 30 Jahren 75 Bläser in der Gruppe mitgewirkt. Erster Obmann der Gruppe war Karlheinz Heinrichs. Ihm folgte nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Jägervereinigung im Jahre 1980 Gerd Lohmann. Er ist seit 1971 musikalischer Leiter der aktiven Gruppe und reist zu den Übungsstunden von Frohnhausen bei Dillenburg an. Proben sind jeden Donnerstag in der Meiserburg bei Röddenau. Seit nunmehr 15 Jahren ist der Forstbeamte Bernd Hömberg aus Rodenbach Obmann der Bläsergruppe. Die Freude am jagdlichen Blasen beflügelte die Aktiven bereits 1992, ein Jahr nach ihrer Gründung, die Hubertusmesse in der Frankenberger Liebfrauenkirche
Ihr 30jähriges Bestehen feiert die Bläsergruppe der Frankenberger 7Jägervereinigung am Samstag. Hier die Bläser bei einem Schaublasen auf der Rathaustreppe zu ihrem 25jährigem Jubiläum im September 1992 
aufzuführen. Es wurde ein voller Erfolg. Weitere Messen folgten in der Wiesenfelder Johanniter-Kirche, in der katholischen Kirche in Frankenberg und in einer Basilika der Ungarischen Stadt Eger. Gelegenheit, ihr Können zu beweisen, gab es für die Bläser reichlich. So umrahmten sie die Versammlungen der Jäger und die Trophäenschauen musikalisch. Sie spielen zudem bei runden Geburtstagen von Jägern, auch bei Hochzeiten und Beerdigungen. Auch bei städtischen Festen traten die Jäger wiederholt in Erscheinung, ebenso bei Terminen der Jagdgenossenschaft, der Naturschutzverbände, sogar auf einer Bundesgartenschau oder beim Hessentag in Frankenberg. 1969 trauten sich die Bläser erstmals, an einem Wettbewerb im Knüll teilzunehmen. Mit einem Trostpreis, ein Notenheft und den letzten Platz kehrten sie heim. Weitere fünf Wettbewerbe folgten mit einem dritten, einem zweiten und drei ersten Plätzen in den entsprechenden Gruppen, zuletzt beim Landeswettbewerb in Kranichstein bei Darmstadt, wo sie die „Hornfesselspange in Gold“ als Sieger der Gruppe A erreichten. Nicht jedes Mitglied der Gruppe besitzt eine eigene Jagdmöglichkeit. Deshalb sind alle dankbar, dass dasFrankenberger Forstamt die Aktiven schon seit vielen Jahren zu einer „Bläserjagd“ einlädt. Spaßig geht es dann bei dem anschließenden „Schüsseltreiben“ zu. Überhaupt spielt die Geselligkeit in der Gruppe eine große Rolle, ihr Gemeinschaftsgeist ist zu spüren. So musizieren einige mit allen möglichen Instrumenten miteinander, gehen gemeinsam zu Schießübungen, spielen zusammen Fußball oder feiern Sommerfeste und Weihnachtsfeste. Oft krönen Fahrten das Jahr. So reisten sie nach Eger in Ungarn oder in den Bayrischen Wald. Eine Reise in die österreichische Partnerstadt Seekirchen diente zur Kontaktaufnahme mit den dortigen Jägern. Beziehungen zu den Gruppen in Allendorf(Eder), Bad Wildungen, Dillenburg, Marburg und Rothenburg-Fulda bestehen oder bestanden lange Jahre.

 

Jägerball 01. November 1997
Mit Hörnerklängen Akzente gesetzt
Zu einem Ball hatte die Bläsergruppe Frankenberg anläßlich ihres 30jährigen Bestehens in die Ederberglandhalle eingeladen.
FRANKENBERG: Auf große Resonanz stieß der Jägerball anlässlich des 30. Geburtstags der Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg in der Ederberglandhalle. Ein abwechslungsreiches Programm statt der üblichen Herbsversammlung wurde den Gästen geboten. Obmann der Bläsergruppe, Bernd Hömberg, begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Hömberg den drei Bläserinnen der Gruppe, Iris Lepa, Renate von Wintzingerode und Annette Viessmann. Helmut Lepa wurde von Hömberg besonders für die Gestaltung des neuen Logos der Bläsergruppe gelobt. Es war erstmals auf der Einladung und auf dem Titel der anlässlich des Jubiläums herausgegebenen Chronik zu bewundern. Schließlich sprach Hömberg der Bläsergruppe seinen Dank aus: „Die Gruppe kann nur so existieren, weil sie ein inneres Leben hat.“ Hans Ammenwerth, Vorsitzender der Jägervereinigung Frankenberg, ging in seiner Laudatio auf die vielfältigen Aktivitäten der Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg ein und hob besonders das Engagement des musikalischen Leiters, Gerd Lohmann (seit 27 Jahren) und des Obmannes der Gruppe, Bernd Hömberg (seit 15 Jahren) hervor. Nachdem die Bläsergruppe einige Proben ihres Könnens vor allem auf den Parforcehörnern dargeboten hatte, nahmen die Anwesenden die Gelegenheit zum Tanz unter den Klängen von „Peters Musikexpress“ aus Kassel wahr. Im Anschluss erhielten die beiden anwesenden Jungjäger Egbert Blank und Heinz Schaffrazik nach bestandener Prüfung ihre Jägerbriefe aus der Hand von Hans Ammerwerth.

Für langjährige Mitgliedschaften und besonderen Einsatz wurden anschließend Ehrungen vorgenommen. Für fünf Jahre aktives Blasen erhielten das „Bronzene Hörnchen“ Sandra Reitz sowie Björn und Lars Köppen. Für zehn Jahre Aktivität in der Bläsergruppe erhielten das „Silberne Hörnchen“ Karl Born und Peter Weigel. Für 25 Jahre Bläserschaft erhielt Iris Lepa das „Goldene Hörnchen“. Dieses erhielten auch für 30 Jahre aktives Blasen die Gründungsmitglieder Karlheinz Heinrichs, Jürgen Redecker und Friedhelm Mittler, Manfred Hecker, Erich Reitz und Bernd Hömberg. Für besondere Leistungen erhielten Manfred Hecker, Heinrich Seip, Iris Lepa und Renate von Wintzingerode die Ehrennadel des Landesjagdverbandes (LJV) Hessen in Bronze. Die Verdienstnadel des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) in Bronze erhielten Erich Reitz, Helmut Krich und Hans-Joachim Mohry. Die Silberne LJV-Ehrennadel wurden schließlich an Rainer Demme, Gerd Lohmann und Bernd Hömberg verliehen. Eine Ehrung besonderer Art nahm Hömberg an Gründungsmitglied Karlheinz Heinrichs vor. Er ernannte ihn unter Aushändigung einer kunstvoll gestalteten Urkunde zum ersten Ehrenmitglied der Bläsergruppe. Er bezeichnete das Urgestein der Gruppe als „Turbolader“, der die Gruppe zusammenhalte und ihr wertvolle Impulse verleihe. „ Du bist für uns nach wie vor unentbehrlich“, rief Hömberg unter Applaus Heinrichs zu. Heinrichs bot anschließend einige Kostproben seines Humors, als er die Modenschau moderierte.Im Verlauf der 30 Jahre ihres Bestehens hat sich auch das Outfit der Bläserinnen und Bläser geändert. Mit lustigen Anekdötchen erklärte Heinrichs die vorgeführten Bekleidungen von schwarzer Hose mit weißem Hemd über Kniebundhose und Waldlodenjacke bis hin zu feinem dunkelblauen Zwirn und der Trachtenbekleidung der Bläser, die auch schon mal als „Raiffeisen-Smoking“ bespöttelt wurde. Ein Höhepunkt des Abends war eine von Klaus Czeczatka moderierte Tombola. Hierbei gewann unter anderem Werner Diele mit seinem Los eine Heißluftballonfahrt und Hubertus Hell ein Wochenende in einem Hotel in Bad Berka.
Beim Ball wurde der musikalische Leiter Gerd Lohmann (links mit Ehefrau) und Bernd Hömberg (rechts mit Ehefrau) geehrt. In der Mitte der Vorsitzende der Jägervereinigung Hans Ammenwerth neben Manfred Pitz (Kassenwart)  
   

 

 

08. November 1997
Hubertusmesse Bagower Dorfkirche
 
Brandenburger Landkurier vom 09. November 1997    
Ihres Schutzheiligen
gedachten gestern Jäger bei einer Hubertusmesse in der Bagower Dorfkirche. Als Gäste traten Jagdhornbläser aus dem hessischen Frankenberg und Mitglieder weiterer Bläsergruppen auf. Der Gottesdienst wurde vom Pfarrer Manfred Gunkel gestaltet. Hubertustag ist der 3. November.
 

 

 

15. Dezember 1998
40. Geburtstag Annette Viessmann
 
Die Bläsergruppe bei ihrem Geburtstagsständchen.
 
  Ein Lied durfte natürlich nicht fehlen.

 

 

16. April 1999
Brandenburger Jäger zu Gast
     
HNA vom 23. April 1999
Brandenburger Jäger zu Gast  
FRANKENBERG: Am Freitag erhielt die Jagdhorn-Bläsergruppe der Frankenberger Jägervereinigung Besuch von den Jägern der Päwesiner Pächtergemeinschaft in Brandenburg.  
Ein Erinnerungsfoto gab es auf dem Schießstand der Jägervereinigung Frankenberg von den Frankenberger Jägern mit ihren Gästen aus Brandenburg  
Bereits 1997 hatten die Jagdhorn-Bläser während einer Jagdreise Kontakte zu der Pächtergemeinschaft geknüpft. Das kleine Dorf liegt 15 Kilometer nordöstlich Brandenburgs am Riewendsee. Auch 1998 verbrachte die Frankenberger Bläsergruppe dort erlebnisreiche Stunden. Sie nahm an einer Gänsejagd teil und erhielt viel Beifall für die Aufführung der Hubertusmesse in der Kirche in Bagow Die Jäger der Päwesiner Pächtergemeinschaft waren mit ihren Frauen zum Gegenbesuch angereist. Jürgen Redecker empfing die Gruppe am Samstag morgen auf dem Wilhelm-Geise-Schießstand am Schwaren Weg nahe der Meiserburg. Während die Jäger dort an einem Übungsschießen teilnahmen, führte Förster Erich Reitz die Frauen durch Frankenberg und besichtigte mit ihnen das Thone-Museum. Nach dem gemeinsamen Mittagessen auf dem Schießstand führte Karlheinz Heinrichs die Gruppe auf einer Bustour an den Edersee. Auf Schloß Waldeck stand eine Kaffeetafel für die Gäste bereit. Nach der Rückkehr vom Edersee und Bad Wildungen trafen sich die Frankenberger Jäger mit ihren Brandenburger Gästen in deren Quartier, dem Dodenauer Hotel Sassor. Der anschließende Tanz zog sich bis in die frühen Morgenstunden. Am Sonntag traten die Gäste nach dem Frühstück beeindruckt von der Mittelgebirgslandschaft an der Eder ihre Rückreise an. Verabredet wurde bereits ein Gegenbesuch der Frankenberger Bläser im November, dabei ist die Aufführung der Hubertusmesse im Brandenburger Dom ins Auge gefaßt. Das berichtete der Obmann der Bläsergruppe, Bernd Hömberg, bei der Jahreshauptversammlung nder Jägervereinigung am Samstag in der Ederberglandhalle.
   

 

 

25. April 1999
Rathausfest am Obermarkt
   
HNA vom 28. April 1999  
 
Auch Bürgermeister Heß (links) durfte bei den Jagdhornbläsern mitspielen  
Weitere 2500 Mark für das Frankenberger Glockenspiel - CDU hatte eingeladen:  
Musik, Gesang und Tanz beim Rathausfest  
FRANKENBERG: Ein buntes Fest mit Tombola (Reinerlös für die Anschaffung eines Glockenspiels im Rathausturm) veranstaltete die Frankenberger CDU am Sonntag. Zahlreiche Vereine stellten sich dabei uneigennützig mit Tanz und musikalischen Vorträgen zur Verfügung.

Beim Fest wirkten der Bläserchor der Jägervereinigung Frankenberg, der gemischte Chor „Hainstock“, der Männergesangsverein „Liedertafel“ sowie die Trachtengruppen aus Geismar und Haubern mit Auftritten vor dem Rathaus auf dem Obermarkt mit. CDU-Stadtverbandsvorsitzender Heinz-Ludwig Pohlmann moderierte das Programm. Von 11 bis 15 Uhr wurden durch Museumsleiterin Doris Reinius stündlich Rathausführungen angeboten, die stets gut besucht waren und sowohl von Einheimischen wie auch zahlreichen auswertigen Besuchern genutzt wurden. Ein reichhaltiger Getränkestand und eine Grillstation mit Würstchen und saftigen Steaks hatten genauso Zuspruch wie Waffeln und Pizza, die in der historischen Rathausschirn „ofenfrisch“ gebacken wurden. Rund 250 Lose wurden verkauft. Zahlreiche Preise aus der Tombola gab es zum Ende der Veranstaltung für die glücklichen Gewinner. Madeleine Heß, Tochter des Bürgermeisters, fungierte als „Glücksfee“ bei der Verlosung. Die Preisträger waren Anton Scheibli (gewann die Ballonfahrt), Martin Kuhn (Gutschein für den Besuch eines Musicals), Marie-Louise Waskowiak (Wochenendfahrt mit einem
Landrat Helmut Eichenlaub (Mitte) und Bürgermeister Rüdiger Heß (rechts) mit den Mitgliedern der Hauberner Landjugend.
  VW-Beetle) und Gerhard Grube (Thonet Stuhl). Den fünften Hauptpreis, ebenfalls ein Sitzmöbel, gestiftet von der Firma Huthwelker, gewann Udo Friedewald aus Medebach. Bürgermeister Rüdiger Heß, der das Glockenspielfest eröffnete, begrüßte unter den zahlreichen Gästen auch Landrat Helmut Eichenlaub. Der Kreishauschef verwies in seiner Ansprache auf Glockenspiele in größeren deutschen Städten. Was München und Nürnberg haben, das sollte auch die Stadt Frannkenberg, „das beste zwischen Himmel und Eder“ als zusätzliche Attraktivität bekommen. Zudem sicherte er eine Spende in Höhe von 1000 Mark zu. Weitere 2000 Mark stellt die Sparkasse Waldeck-Frankenberg. Aus der aktuellen CDU-Aktion kamen rund 2500 Mark zusammen. Eine weitere Benefiz-Veranstaltung planen die Wirte des Frankenberger Obermarktes am 30. Mai zugunsten des Glockenspiels für den Rathausturm, das nach Voranschlag rund 50000 Mark kosten soll. „Weitere Aktionen sind willkommen,“ so Bürgermeister Heß und Landrat Eichenlaub übereinstimmend. Beide hoffen auf private Sponsoren.

 

 

April 1999
Baumpflanzaktion Stadtkapelle
 
HNA vom 24. April 1999
180 Patenschaften für Bäume rund um Vereinsheim in der Berleburger Straße
Viel Grün für Frankenberger Stadtkapelle
 
FRANKENBERG: Viel Grün ziert künftig das Vereinsheim der Stadtkapelle. Aktive und auch einzelne passive Mitglieder pflanzten kürzlich Bäume, Sträucher und Hecken auf dem Vereinsgrundstück in der Berleburger Straße.

Bereits bei dem Weihnachtskonzert des vergangenen Jahres hatten die Musiker um Baumpaten geworben. Das Ergebnis war laut Vorsitzendem Claus Günther mehr als sehr erfreulich. Schon damals hatten sich rund 100 Paten gemeldet, jetzt sind es sage und schreibe 180 Paten. Mit von der Partie waren am Pflanztag auch die Bläser der Frankenberger Jägervereinigung, die eigenhändig ihren gestifteten Apfelbaum pflanzten und dazu mit Hörnerklang der Stadtkapelle ein Ständchen brachten. So war die Pflanzaktion nicht nur ein reiner Arbeitstag, den es wäre nicht die Stadtkapelle, wennwenn nicht gleichzeitig aus diesem Aktionstag ein kleines Fest geworden wäre. Eingeladen waren am Nachmittag alle Paten zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen.
Bäume und Hecken zieren jetzt das Vereinsgrundstück der Frankenberger Stadtkapelle nach einer groß angelegten Pflanzaktion. Unser Foto zeigt die Bläser der Frankenberger Jägervereinigung, als sie den von ihr gestifteten Apfelbaum pflanzt.

 

 

29. August 1999
Park- und Lichterfest im Teichgelände
   
Am 29. August 1999 findet im Rahmen des Bütow-Treffens das Park- und Lichterfest in den Teichanlagen statt. Seit 1969 wird das Lichterfest von der Bevölkerung aus nah und fern besucht. Der Magistrat der Stadt Frannkenberg (Eder) lädt auch in diesem Jahr zum Park- und Lichterfest sehr herzlich ein, das gleichzeitig einen Abschluß der Sommersaison darstellen soll. Die Frannkenberger Feuerwehr und das Technische Hilfswerk haben sich freundlicherweise wieder bereiterklärt, durch wasser- und beleuchtungstechnische Effekte das Park- und Lichterfest attraktiv zu gestalten. In den teichanlagen sind Verkaufstände für Speisen und Getränke usw. aufgestellt. In diesem Jahr wurde wieder ein kinderprogramm eingeplant. Die Bediensteten der Kindertagesstätte des Stadtteiles Geismar haben Wettspiele vorbereitet. Alle Teilnehmer werden mit kleinen Preisen belohnt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Da wieder mit einem sehr starken Besucherandrang von außerhalb zu rechnen ist, bittet der Magistrat die Bevölkerung der Kernstadt, nach Möglichkeit keine Fahrzeuge mitzubringen, damit der vorhandene Parkraum für auswärtige Besucher zur Verfügung steht. Wie alljährlich richtet die Stadt Frankenberg (Eder) auch die Bitte an alle Besucher, die Grünanlagen nicht zu betreten und nur die befestigten Wege zu benutzen sowie während der Durchführung des Feuerwerkes den Anweisungen der Feuerwehr zu folgen. Der Magistrat wünscht alle Besucherinnen und Besuchern des park- und Lichterfestes 1999 schöne und unterhaltsame Stunden.

   

 

 

25. Juni 2000
1150 Jahrfeier Schreufa
 
FZ vom 26. Juni 2000
1150 Jahrfeier Schreufa  
Festzug war ein Augenschmaus
Gestern drehten die "Nunegänse" aus Schreufa noch einmal auf: Der bunte Festumzug und Darstellungen historischen Handwerks waren ein weiterer Höhepunkt zur 1150-Jahr-Feier.
SCHREUFA: Die "Nunegänse" hatten eingeladen und viele waren gekommen: Bunt durchgemischt mit Einheimischen und Gästen waren der Festumzug und die mehreren Tausend Zuschauer, die in den Frankenberger Stadtteil gekommen waren, um einen weiteren Höhepunkt der Schreufaer 1150-Jahrfeier zu erleben: den Festumzug und die Darstellung historischen Handwerks im Ortskern. Schon lange bevor gegen Mittag der Festumzug startete, flanierten die Gäste durch Schreufas Straßen. Ob ein Wagen mit der Aussteuer für ein Brautpaar, das "lebendige Museum" aus Odershausen, das die Ursprünge des Dreschens und Verarbeitens aufwändig
  demonstrierte, der ehemalige Stellmacher Fritz Vesper, der alte Holzreifen baute, oder einfach der Streichelzoo für die kinder: Für Abwechslung war allemal gesorgt bei den "Nunegänsen" Dann der Festzug: Sage und schreibe rund 65 Gruppen und Wagen waren gemeldet und zogen durch den Ort. Dabei auch Gespanne aus den benachbarten Orten Sachsenberg und Viermünden - letztere "übten" schon mal für ihr eigenes "1150-jähriges", das ab Ende Juli richtig gefeiert wird. Unter den Motiven auch ein Kuhgespann - früher war es üblich, heute gilt es als seltenheit. Fazit: Ein aufwändig und liebevolles Spektakel, das es verdient hätte, dass die angepeilten 7000 Besucher gekommen sind, die nötig sind, um zumindest die Kosten zu decken.

Sichtlich angetan von der Atmosphäre in Schreufa war diese Jagdhornbläserin.
 

 

 

15. Oktober 2000
Hubertusmesse Liebfrauenkirche Frankenberg
 
FZ 12. Oktober 2000  
   
Die Parforcehornbläser und -bläserinnen der Jägervereinigung Frankenberg führen um 10.30 Uhr in der Liebfrauenkirche die Hubertusmesse auf.  
Hubertusmesse: Glanzstück jagdlicher Musik
FRANKENBERG: Am kommenden Sonntag, 15. Oktober führen die Parforcehornbläser und -bläserinnen der Jägervereinigung Frankenberg um 10.30 Uhr in der Liebfrauenkirche die Hubertusmesse auf, ein musikalisches Glanzstück jagdlicher Blasmusik. Die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg unter Obmann Bernd Hömberg und mit ihrem Dirigenten, dem musikalischen Leiter Gerd Lohmann, hat bereits mehrfach die Hubertusmesse gespielt. In den vergangenen Jahren spielten sie das Werk in Haina-Kloster, Wiesenfeld, Eger in Ungarn, Seekirchen, der Partnerstadt Frankenbergs, und in Brandenburg. Die Veranstaltung der Parforcehornbläser der Jägervereinigung Frankenberg ist ein Bestandteil des Kulturherbstes der Region Burgwald. Die Predigt hält Pfarrer Heiner Wittekindt.
     

 

FZ vom 20. Oktober 2000  
Jägervereinigung Frankenberg  
Hubertusmesse mit viel Gefühl  
15 Parforcehörner erfüllten die gotischen Gewölbe der Liebfrauenkirche mit wohltuendem Klang. Jägerinnen und Jäger der Jägervereinigung Frankenberg spielten die Hubertusmesse.

FRANKENBERG: Die Frankenberger Liebfrauenkirche war beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt. Als Gerd Lohmann, der musikalische Leiter der Parforcehorngruppe, den Taktstock erhob und der Hörnerklang den Raum erfüllte, wurde die Gemeinde in die Welt der jagdlichen Blasmusik entführt. Der satte Klang der Parforcehörner konnte sich in der Liebfrauenkirche besonderst gut entfalten. Der Gottesdienst von Heiner Wittekind mit einer Lesung von Eva-Maria Jerrentrup im Rahmen der Hubertusmesse der Jägervereinigung Frankenberg wurde zu einem besonderen Erlebnis. Zum Rahmen der Veranstaltung gehörte die Ausschmückung des Chores mit herbstlich
Die Parforcejagdhorngruppe der Jägervereinigung Frankenberg spielte die Hubertusmesse in der Frankenberger Liebfrauenkirche.

gefärbten Roteichen und Fichten sowie das traditionell bei Hubertusmessen präsentierte Hirschgeweih im Bereich der Kanzel. Pfarrer Wittekind bezog sich auf das Hirschgeweih mit einer Passage aus der Bibel: " Wie ein Hirsch lechzt nach Wasser, so dürstet meine Seele nach Dir, o Gott". Bereits im Mittelalter wurden Hubertusmessen gefeiert. Damals brachten die Jäger noch ihr Jagdgerät und ihre Hunde mit in die Kirche. In einer geschlossenen, harmonischen und mit viel Gefühl vorgetragenen Hubertusmesse im Rahmen eines Jägergottesdienstes nach der evangelischen Liturgie und in der Fassung von Reinold Stief spielten die Bläser folgende Stücke: "Zum Einzug", "Kyrie", "Gloria", "Choral", "Sanctus mit der Hubertushymne", "Glocken", "Agnus Dei", "Großer Gott" und "Schlussmarsch - Sortie De Messe". Besonderst unter die Haut gingen "Gloria" mit mit seinen Echoeffekten und "Glocken". Letzteres war eine perfekte Imitation eines Glockengeläutes, bei dem nachzuvollziehen war, wie sich der Klang eines wohl aufeinander abgestimmten Geläutes vom Kirchturm über den Wäldern in der Weite verliert. Bei "Großer Gott wir loben dich" stimmte die Gemeinde mit ein. Die Hubertusmesse geht auf Hubertus, Bischof von Lüttich, um 655 zurück. Zunächst als Sohn eines Edelmanns habe er unter Missachtung göttlicher Gebote an einem Feiertag gejagd. Dabei sei ihm ein Hirsch begegnet, zwischen dessen Geweihstangen ein Kreuz erschien. Dies habe ihn zum Christentum bekehrt. Die Hubertuslegende entstand vermutlich erst im 14. Jahrhundert durch die Verknüpfung des Hubertus mit der uralten, auf indischen Ursprüngen beruhenden "Hirschlegende". Diese soll den Jäger daran erinnern, das Wild als einen Teil der Schöpfung zu achten. Damit verbunden entwickelte sich der Gedanke der Waidgerechtigkeit. Hubertus ist inzwischen der Schutzpatron der Jäger und jeweils am 3. November begehen die Jäger - außer wenn es ein Sonntag ist - den Hubertustag mit Jagden. Wie aus Erhebungen hervorgeht, nimmt die Beliebtheit der Hubertusmesse auch in der Bevölkerung rasch zu. In der Bundesrepublik gibt es rund 200 Gruppen, die mit Es-Parforcejagdhörnern die Hubertusmess blasen. Die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg spielete die Messe, wie bereits berichtet, seit 1991 in unterschiedlicher Besetzung rund 10 Mal in Deutschland und in Österreich unter der Führung des Bläserobmannes Bernd Hömberg. Am Sonntag bliesen die Hubertusmesse in der Liebfrauenkirche: Bernd Hömberg (Obmann), Stefanie Beil, Iris Lepa, Annette Viessmann, Renate von Wintzingerode, Klaus Czeczatka, Hartmut und Reinhold Daume, Karl-Heinz Henze, Hans Kurzweil, Hans-Joachim Mohry, Manfred Müller, Erich Reitz, Michael Rost und Klaus Schindler. Musikalischer Leiter und Dirigent war Gerd Lohmann.