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Bläsergruppe Frankenberg

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So begann´s

 

Es war an einem sonnigen Septembernachmittag mitten im Burgwald am Wasserberg. Wir hatten das letzte Übungsschießen am dortigen Schießstand für die Saison 1967 beendet und saßen in gemütlicher Runde bei einer Flasche Bier. Plötz­lich machte einer den Vorschlag, während des Winterhalbjahres doch mal zu versuchen, das Jagdhorn zu blasen. Warum eigentlich nicht, war die Meinung. Wir trafen uns zur ersten Übungs­stunde in der Gastwirtschaft Rohleder in Franken­berg. Der junge Förster Fritz Mewes blies uns einige Töne vor, und wir versuchten, diese nachzublasen. Am dritten Abend übernahm das Vorblasen der ebenfalls junge Förster Sigmar Salzmann. Das soll nicht heißen, daß das Blasen dadurch besser wurde. Was da zu hören war, war dem Jagdhornblasen” sehr entfernt. Wir merkten sehr bald, daß unser „Tuten” doch als sehr störend empfunden wurde. So verlegten wir unsere Ubungsstunden nach Rosenthal. Einige neue Blaswillige kamen hinzu und wollten auch mitmachen, manche blieben, andere gingen wieder, und so bildete sich langsam ein sogenannter „harter Kern”. Wir fuhren im Winter bei Schnee- und Eisglätte nach Rosen­thal und übten das Jagdhornblasen. Aber auch dort hatten wir keine bleibende Stätte. Unser neues Übungslokal war dann eine Sägewerkshalle in Röddenau, kalt und dunkel, aber dort störten wir wenigstens niemanden. Das Frühjahr kam, es wurde wärmer und unser Blasen besser. Nun durften wir schon zu einem Geburtstag blasen und bald darauf auch zu einem Begräbnis. Ach, was haben wir die paar Signale geübt, um uns nicht zu blamieren. Im kommenden Winter bei einer Jagd – die Sauen waren raus – und ich sollte die Jagd abblasen. Das war'n Ding, wie geht das denn nun so plötzlich? Ja, ich habe die Jagd abgeblasen und alle hatten es verstanden, nur was ich da geblasen hatte, war etwas ähnliches, wie „Sau tot”. Aus solchen und ähnlichen Situationen hatten wir gelernt – man darf nicht zu feige sein, auch mal falsch zu blasen – auch wenn es weh tut. Wir übten und bliesen und übten immer wieder, denn der Schließmuskel um den Mund mußte ja trainiert werden. Ein Vergleichsblasen nordhessischer Bläsergruppen war angesagt. Um daran teilnehmen zu können, war einheitliche Kleidung die Voraussetzung. Was nun? Zwölf Bläser in „Grün”, das klappte nicht, 'ne schwarze Hose hatte jeder, und nachdem uns unser Bläserfreund–z.Z. gelernter Gärtner – klar gemacht hatte, daß es auch weißen Flieder gibt, hatten wir uns für „fliederfarbene Hemden” entschieden. Wir hatten ja Mut, und von unserem Können waren wir auch überzeugt, nur leider die anderen nicht. Als wir dann zum Vergleichsblasen in „Schwarzweiß” auftraten, haben die anderen Bläser zum ersten Mal mitleidig gelächelt, und als dann nach der Bewertung von dreizehn angetretenen Gruppen wir auf dem dreizehnten Platz gelandet waren, haben die anderen zum zweiten Mal mitleidig gelächelt. Wir aber nahmen alles gar nicht so tragisch, „dabei gewesen zu sein war alles”, und wir machten weiter. Hatten wir doch eines dabei gelernt, daß die Götter vor den Preis erst den Schweiß und den Fleiß gesetzt hatten. Unsere jungen Förster wurden nach und nach versetzt, dann kam als Vorbläser und Übungsleiter Forstwart Ludwig Kahler. Der konnte sogar schon ein Ventilhorn blasen, was uns natürlich sehr beeindruckte. Mit ihm haben wir dann auf dem Burgberg in Frankenberg, gemeinsam mit der Bläsergruppe aus Rotenburg/F., eine Hubertusfeier veranstaltet. Als besonderes Bonbon wollte unser Ludwig auf dem Ventilhorn – solo – die Hegewaldfanfare blasen. Als es dann soweit war, flüsterte er ganz aufgeregt „helf mer doch ma, wie fängt dann das Ding an?” – Lampenfieber– auch das mußte erfahren und überwunden werden, gehört alles dazu! Eines Tages kam das aus Funk und Fernsehen bekannte „Rosenau-Trio” nach Frankenberg in die Kulturhalle. Unsere Bläsergruppe wurde eingeladen, um die Veranstaltung mit Hörnerklang und Jagdmusik zu umrahmen. Mut hatten wir ja immer, aber ---- Plötzlich wurden wir im laufenden Programm aufgefordert, den „Hermann Löns Hochzeitsmarsch” zu blasen. Ob es den überhaupt gibt, ist bis heute noch nicht geklärt. Wir haben dann ganz einfach das Signal „Damhirsch tot” geblasen, hört sich doch auch ganz gut an. Das Publikum hat jedenfalls eifrigst applaudiert, für die war's nun mal der Hochzeitsmarsch. „Improvisieren ist alles”, wieder was dazu gelernt! Unser Ludwig Kahler mußte uns aus beruflichen Gründen auch wieder verlassen. Ein Neuer mußte her, aber woher nehmen? Da bekam ich einen Tip. In Röddenau gibt es einen Schulmeister, der hat schon mal einen Posaunenchor geleitet und Jagdhornblasen kann er auch. Das war Gerd Lohmann. Unter seiner Leitung entwickelte sich unsere Bläsergruppe zu dem was sie heute ist, zu einem Klangkörper, der sich überall hören und sehen lassen kann!

 

 

Geschrieben von: Karlheinz Heinrichs, Mitbegründer und Ehrenmitglied der Bläsergruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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