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Herzlich Willkommen bei der Bläsergruppe Frankenberg
28. Oktober 2012
Hubertusmesse Liebfrauenkirche Frankenberg
   

 

 

 

   

 

 

 

Die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg mit Pfarrer Holland-Letz. Foto: H. Lepa  
   
Text: Jutta Ochs, HNA  
Frankenberg. Eine herbstlich geschmückte Kirche, der Duft von Herbstlaub und Fichten, Parforcehornklänge in höchster Präzision – Hubertusmesse. Zu dieser hatte die Kirchengemeinde Frankenberg zusammen mit der Parforcehorngruppe der Jägervereinigung Frankenberg am frühen Sonntagabend in die Liebfrauenkirche in Frankenberg eingeladen. Eine prall gefüllte Kirche belegte das große Interesse der Bevölkerung an diesem besonderen Ereignis. Das Glockengeläut verstummte und die Parforcehörner erklangen mit dem Intro „Introitus“ und erfüllten das einladende Gotteshaus. Pfarrer Christoph Holland-Letz begrüßte die Gottesdienstbesucher und insbesondere die Musikgruppe der Jägervereinigung Frankenberg. In seiner Predigt ging er insbesondere auf den heiligen Hubertus und sein Pendant Paulus ein. Beide hätten in ihrem Leben besondere Geschichten zur Lebensveränderung erlebt. Vom Jäger zum Heiligen und vom Kopfjäger zum Glauben. Die Jagd nach Anerkennung, Trophäen im übertragenen Sinne, Ruhm und Reichtum – alles Dinge die auch in unserer Gesellschaft ihren Platz hätten, spannte Holland-Letz den Bogen. Seine Protagonisten hätten durch ihre Gottesbegegnung das eigene Tun hinterfragt und geändert. Eine Wendung zu neuer Erfüllung und neuem Handeln. Ein Ansporn für viele Menschen - auch heute. Der voluminöse Klang der Parforcehörner unter der musikalischen Leitung von Gerd Lohmann, der die Hubertusmesse angefangen mit dem Kyrie bis hin zum Agnus Dei ausgestaltete, füllte das Gotteshaus. Die Messe in ES-Dur, die zum festen Repertoire der 19 Musiker am Sonntag gehörte, ist immer wieder eine Herausforderung für die aktiven Bläser. Die Tonreihe muss stets präsent und verinnerlicht sein, da die Hörner keine Ventile besitzen und somit jeder Ton ausschließlich mit den Lippen geformt wird. Die Gottesdienstbesucher ihrerseits waren begeistert von der Musik der großen Parforcehörner. Die Musik dieser besonderen Art der Jagdhörner füllten die Kirche, deren hervorragende Akustik den Klang der Hörner lange nachhallen ließ. Und eine Zugabe gab es auch: Das „Sortie de messe“, das mit besonderer Hingabe gespielt wurde. (zoh)
   
Die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg begeisterte die Gottesdienstbesucher mit ihrer Musik der großen Parforcehörner Fotos: Jutta Ochs
   
Die Hubertuslegende:
Vermutlich wurde Hubertus 656 n.Chr. geboren. Er war der älteste Sohn des Herzogs Bertrand von Toulouse. Mit dem Bogenschießen früh vertraut, war er der Jagd sehr zugetan. Den frühen Verlust seiner Ehefrau verkraftete er kaum und gab sich um so mehr seiner Jagdleidenschaft hin. Hetzjagden auf Sau, Reh und Hirsch liebte er über alles. An einem Karfreitag spürte er einen kapitalen Hirsch auf. Er hatte den Bogen schon gespannt, als er zwischen den Geweihstangen des Tieres ein goldenes Kreuz erblickte. Ein Wortwechsel mit der Stimme Gottes bekehrte ihn zum Glauben an Gott. Er verschenkte sein Vermögen und wurde Priester, später Bischof. Er missionierte die Ungläubigen in den Ardennen, seinem früheren Jagdgebiet. Hubertus starb in 727. Er gilt als Patron der Jäger, Forstleute, der Schützen und Gießer. Sein Festtag ist der 3. November. (zoh)