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ÜBER DIE LEGENDE DES ST. HUBERTUS

 

Zur Lebensgeschichte des heiligen Hubertus gibt es nur wenige gesicherte Angaben. Sicher ist nur, dass er im Jahre 708 Bischof in Maastrich war und später seinen Sitz nach Lüttich verlegte. Mit großem Eifer widmete er sich der Christianisierung der Menschen in den Ardennen. Hubertus starb am 30. Mai oder 29. Juni 727 und wurde in der Kathedrale St. Peter zu Lüttich beigesetzt. Sehr bald verehrten ihn die Einwohner seiner Diözese wie einen Heiligen. Am 3. November 743 fand die feierliche "Erhebung" seiner Gebeine statt, um sie oberirdisch vor dem Hauptaltar zu bestatten. Ein solcher Akt war bis in das 10. Jahrhundert die übliche Form der Heiligsprechung. Seitdem wird der Hubertustag am 3. November gefeiert. Jahre später erbaten die Mönche des bis dahin unbedeutenden Klosters Andain, südlich von Nambur gelegen, die Reliquien des Heiligen. Sie versprachen sich von deren Beherbergung ein Aufblähen ihrer Gemeinschaft. Am 30. Mai 825 wurden die Gebeine in die Benediktinerabtei überführt, die nun den Namen "St.-Hubert" erhielt. Die älteste Lebensbeschreibung, nicht lange nach Hubertis Tod von einem seiner Schüler verfasst, weiß nichts von einer Beziehung des Heiligen zu Jagd und Jägern. Noch viel weniger erwähnt sie, die dem Hubertus zugeschriebene Erscheinung des Hirschen, mit einem Kruzifixus zwischen den Geweihstangen. Nachweisbar ist aber, dass man zum Ende des 10. Jahrhunderts im Kloster Heilung von der Tollwut suchte. Allerdings wird bereits im 8. Jahrhundert die Legende von der Hirschvision dem heiligen Eustachius zugeschrieben. Erst im Jahre 1440, anlässlich der Stiftung eines Hubertusordens durch Herzog Gerhard II. von Jülich und Berg, kann sie dem heiligen Hubertus nachgewiesen werden. Das Motiv der Legende ist keine Schöpfung aus früh-christlicher Zeit. Es kam als Wandermotiv aus dem indisch-buddhistischen Raum über Mesopotamien, Griechenland und Italien nach Westeuropa.

 

Die Verschmelzung zweier Legenden (Hl. Eustachius)

Die Legenden von Sankt Hubertus und dem Heiligen Eustachius ist im Laufe der Zeit zusammengewachsen und bilden heute als Legende von Sankt Hubertus oft eine Einheit. Im "Großen Hausbuch der Heiligen" heißt es zu Eustachius: "Nur in Legenden ist uns das Leben dieses Heiligen überliefert. Danach war er ein römischer General, dem auf der Jagd ein Hirsch begegnet, der ein Kreuz zwischen den Geweihstangen trug. Nach diesem Wunder bekehrte er sich mit seinem ganzen Haus. Gott prüfte in vielen Schicksalsschlägen seine Treue und Standfestigkeit im Glauben, bis er endlich unter Kaiser Hadrian um 118 als Märtyrer starb. Das Legendenbild verdeckte vielleicht auch später die historisch fassbare Gestalt eines anderen gleichnamigen Heiligen, nämlich Eustachius oder Eustathius, der Patriarch von Antiochien und energischer Kämpfer gegen den Arianismus war und 337 im Exil starb. Als Jäger mit Spieß und Jagdhorn und einem Hirsch mit einem leuchtenden Kruzifixus im Geweih wird Eustachius dargestellt. Auf seinen Märtyrertod verweist der glühende Ofen, der ihm manchmal beigegeben ist. Auch wilde Tiere können sein Kennzeichen sein. Eustachius, dessen Kult sich bei uns oft mit dem des heiligen Hubertus vermengte, ist der Schutzpatron von Paris und Madrid und der Schutzheilige der Jäger. Ferner wird er von Klempnern, Krämern, Strumpfwirkern und Tuchhändlern besonders verehrt. Als einer der vierzehn Nothelfer wird er in allen schwierigen Lebenslagen angerufen."

 

Die überlieferte Legende des St. Hubertus

Wenn die urkundlichen Quellen verstummen, füllt die Legende die Lücken aus. Die dem hl. Hubertus zugeschriebene Hirschlegende erzählt, dass er aus einem aquitanischen Herzogengeschlecht hervorgegangen sei und am Hofe Pippins von Heristal gelebt hat. Charakterisiert wird Hubertus als ein spiel- und jagdfreudiger Feudalherr, der nach dem Tod seiner Gemahlin Ablenkung seines Leides suchte und zunächst keinen Trost im christlichen Glauben fand.

Mit Gott und den Menschen gebrochen, lebte er unter Missachtung aller göttlichen Gebote nur noch der Jagd, um sein Leid über den Verlust zu betäuben. So habe er am ersten Todestag des Herrn, an einem Karfreitag, in den Ardennen gejagt. Dabei stellte er einem prächtigen Hirschen nach, der besonders groß war und ein mächtiges, gut geformtes Geweih auf dem Haupt trug. Als er ihn schließlich mit Hilfe seiner Hundemeute gestellt hatte und sich anschickte ihn zu erlegen, sah er zwischen den Geweihstangen das Kreuz aufleuchten und hörte eine Stimme, die ihn zur Umkehr aufforderte. "Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich."Hubertus habe sein Knie gebeugt und eine tiefgreifende Läuterung vollzogen. Fortan habe er nur noch das eine Ziel verfolgt, Gott und den Menschen zu dienen. Er wurde Mönch und später Bischof von Lüttich (700 - 723 n. Chr.). Diese Legende hat sicher viel zur Verehrung des hl. Hubertus als Patron der Jäger und Schützen beigetragen. An ihm erkannten sie einen der Ihren. Im Mittelalter hat sich dann der Brauch herausgebildet, am Hubertustag eine feierliche Messe zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger und Schützen zu lesen. Dieser Brauch hat Fortbestand bis in unsere heutige Zeit.

 

Quelle: www.sankt-hubertus.de

 

 

 

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